Emanzipatorische Jugendarbeit em - jug.de

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Grundgedanken zur Gesamtkonzeption

Die Gesellschaft hält die Vermittlung der Werte und Normen, die ein gewaltfreies und soziales Zusammenleben ermöglichen, nicht für ausreichend. Eltern, wie auch Kindergärten, Schulen, Jugendhäuser und Polizei werden zunehmend kritisiert.
Immer mehr Schulleitungen, Lehrkräfte, Erzieher/innen, Übungsleiter/innen, Vereinsmitglieder und Eltern zeigen Bereitschaft und Engagement, dies ändern zu wollen. Sie möchten befähigt sein, bereits die Entstehung von Gewalt zu erkennen und zu verhindern. Sie wollen wissen, wie sie Gewalt unter Kindern und Jugendlichen bearbeiten können.
Es wird immer wichtiger, Normen und Werte gegen gewalttätiges Verhalten zu vermitteln. An der Normen- und Wertevermittlung sind viele beteiligt.

  • Die wichtigsten sind die Eltern, sie legen die Grundlagen.
  • Die Kinder und Jugendlichen entwickeln selbst Normen und Werte und vermitteln diese auch weiter, z.B. an jüngere Geschwister, Peergroups etc.
  • Das auf Kinder, Jugendliche und Eltern Einfluss nehmende Personal aus Institutionen wie Schule, Kinder – und Jugendeinrichtungen, Sportvereine etc. bemüht sich indirekt und/ oder direkt um die Vermittlung von Normen und Werten. Die für die Überschreitung von Normen und Werten zuständigen Institutionen wie Polizei, Justiz etc. reglementieren diejenigen, bei denen die Vermittlung und die Identifizierung nicht gelungen oder defizitär ist.
Die Lösung kann nur darin liegen, dass alle ihre Kompetenzen zusammen führen und jede/r tätig wird.

Leitbild
 
Die Emanzipatorische Jugendarbeit basiert auf einem ganzheitlichen Ansatz. Einerseits sollen  Präventionstrainings die Kinder und Jugendliche in die Lage versetzen, weder Opfer noch Täter zu werden. Andererseits sollen Eltern und (pädagogisches) Personal durch Seminare sowie Qualifizierungen befähigt werden, durch Vorbild, konsequente Intervention und durch Trainings Kindern und Jugendlichen Normen und Werte zu vermitteln. Diese Normen- und Wertevermittlung soll zu einem sozialen und gewaltfreien Zusammenleben führen.
 
 
Kooperation und Netzwerke
Das Konzept wird durch Experten/-innen der Volkshochschule und Kreispolizeibehörde des Oberbergischen Kreises und dem Dachverband der Polizeisportvereine NRW/Deutschland getragen. Zur Arbeitsgemeinschaft gehören weiterhin kompetente Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aus Justiz, Gleichstellung, Jugendarbeit, Schule und Erziehung, die in regionalen und überregionalen Netzwerken organisiert sind. Insgesamt wurden bis Sommer 2010 über 1613 Personen nach dem Konzept der Emanzipatorischen Jugendarbeit qualifiziert. Jedes Jahr wird ein überregionales Netzwerktreffen für alle, die bei em-jug mitwirken, als Weiterbildung durchgeführt (siehe unter Intern)

Konzept zum downloaden hier.

 

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